Gateway
HomeKontaktImpressum
  Nürnberger Presse vom 19.03.2008  

GUNZENHAUSEN (smg) – Anlässlich des Frauenfrühstücks der Landeskirchlichen Gemeinschaft auf der Hensoltshöhe ließen Elke und Martin Kamphuis ihre etwa 300 Zuhörerinnen teilhaben an ihrem persönlichen Weg der Sinnsuche und Selbstfindung in ihrem Leben.
Auf diesem sehnsuchtsvollen Selbsterfahrungsweg wurde Martin Kamphuis, der vom Christentum keine Vorstellung hatte, über ein Psychologiestudium, über Erfahrungen als Weltenbummler und die Begegnung mit einem indischen Lama zum buddhistischen Glauben geführt. Seine Frau Elke dagegen fand zuerst ihren Weg in eine bürgerliche Ehe mit einem Kind, in der ihr trotz bester Vorbedingungen doch etwas zu fehlen schien. Dies meinte sie in Gesprächen mit einer gleich gesinnten Gruppe, mit Yogaübungen, Kreativitätstraining und psychotherapeutisch aufschlussreichem Malen zu finden.
Ihre Selbsterfahrung sei weiterhin, so die Referentin, sehr unbefriedigend gewesen, da Wunden aufgebrochen seien, mit denen sie zuvor keine Probleme gehabt habe. So begann sie ein psychotherapeutisches Studium. Über dieses Studium und im Austausch mit anderen Therapeuten sei sie dann zur universellen und persönlichen Energie, zur Urkraft, zur Quelle in sich vorgedrungen. Meditationen, Atemübungen, besondere Ernährung hätten zur Reinigung gegen sogenannte „schmutzige“ Energie geführt.
Trotz dieser angeblichen Ruhefindung empfand Elke Kamphuis jedoch immer mehr ein unruhiges Getriebensein, das sie auch von ihrer Familie forttrieb und entfremdete. Zwar hätte sie sich damals als Christin bezeichnet, folgte aber mehr der „New-Age-Bewegung“, die – wie sie sagte – hinführe zur Auflösung von Blockaden und zum Öffnen für kosmische Energie, um göttliches Bewusstsein zu erlangen. Dazu benutzte sie auch einschlägige Hilfsmittel, die überall angeboten würden, um ein Verlassen des Körpers und eine göttliche Identität zu finden.
Die Referentin erreichte auf diese Weise sogar eine gewisse Hellsichtigkeit, eine Kommunikation mit Geistern, Dämonen auf der einen und Engeln und Elfen auf der anderen Seite. Sie sah Szenen aus einem angeblichen früheren Leben und nahm an Vollmondritualen teil, zog Energie aus Bäumen und Steinen, um eine schnellere Entwicklung zum Göttlichen zu erreichen. Stattdessen schlitterte sie jedoch immer mehr in Depressionen und Angstzustände und fühlte sich bedroht, sobald sie allein war.
Zu dieser Zeit lernte sie nach der Trennung von ihrer bisherigen Familie ihren jetzigen Mann kennen, der in Holland auf einem Schiff lebte und als Buddhist alternative Psychotherapie lehrte. Gemeinsam gingen sie auf eine Weltreise. In Australien nahm sie ein fröhlicher Autofahrer beim Trampen mit, der seine gute Laune mit seiner Gläubigkeit erklärte und sie in „seine“ christliche Kirche einlud. Sie begegneten dort einer Frau, die intensiv mit ihnen betete und ihnen im Namen Jesu Christi Vergebung zusprach. Seit dieser Zeit, sei sie zur wirklichen Selbstfindung im christlichen Glauben gelangt. Seitdem habe sich alles in ihrem Leben zum Positiven verändert und die Kommunikation mit unsichtbaren Mächten sei verschwunden. Es sei ihr sogar gelungen, ihre frühere Familie um Vergebung zu bitten und zu der Tochter einen neuen, liebevollen Kontakt aufzubauen. Die befreiende Erfahrung im christlichen Glauben hat das Ehepaar schließlich zum Ziel seiner Suche nach Selbstfindung geführt und zur Weitergabe seiner aufschlussreichen Lebensgeschichte in Vorträgen und einem Lebensbericht in Buchform.
"Copyright (c)2008 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 19.03.2008"

Zurück zur Übersicht



nach oben