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  Christiane Barth  

"Durch meine Arbeit setze ich mich fast täglich mit dem Thema "Alternative Heilverfahren" auseinander. Ein Großteil der Frauen und Kolleginnen sind sich des zumeist esoterischen Hintergrundes nicht bewusst."

Beispiel: In einer Hausgeburtsfamilie fieberte das Neugeborene am dritten Lebenstag. Die Eltern riefen den Kinderarzt an, und es traf sich, dass dieser zur gleichen Zeit wie ich einen Hausbesuch machte. Zur Diagnosestellung sollte nun die Mutter ihr Kind in den einen Arm nehmen, ihren anderen Arm ausstrecken. Der Arzt begann eine kinesiologische Befragung, um herauszufinden, woher das Fieber kam. Die richtige Antwort sollte durch nicht willentlich beeinflussbares Heben bzw. Senken des ausgestreckten Armes kommen. Die Diagnose fiel auf Harnwegsinfekt, Behandlung homöopathisch; wichtig wäre noch, das Bett umzustellen, wegen negativen Wasseradern.

Die Eltern, eigentlich sehr offen für Esoterik, waren nach diesem Hausbesuch sehr geschockt, wussten nach wie vor nicht, wie sie sich jetzt verhalten sollten, befolgten aus Sorge alle Ratschläge, wechselten aber trotzdem zu einem anderen Kinderarzt. In der Zwischenzeit machten wir Wadenwickel bei ihrem Baby, um das Fieber zu senken.

Das Kind entwickelte sich in der nächsten Zeit zu einem Schreikind, die Mutter wurde depressiv.

Dieses und andere Erlebnisse in esoterisch geprägten Haushalten bestärkten mich in meinem Verzicht auf fragwürdige alternative Heilverfahren.

Beim Blick in Fachzeitschriften für Hebammen bekommt man den Eindruck, ohne Yoga, Homöopathie, Bachblüten, Qi Gong, Akupunktur, usw. könne der Hebammenberuf heute gar nicht mehr ausgeübt werden.

Als überzeugte Christin bin ich hier anderer Meinung. Die genannten Methoden entnehmen ihre Wirkung einem okkulten, kosmischen Bereich, deshalb verzichte ich auf ihre Anwendung.
Stattdessen biete ich den von mir betreuten Frauen an, für sie und ihre Kinder zu beten. Ich nehme mir Zeit für Gespräche, um die Ursache eines Problems zu entdecken. Wenn die Geburt näher rückt, erkläre ich den Frauen im Geburtsvorbereitungskurs z.B., dass Gott sie mit einem Weichmacherhormon für die Zeit der Geburt ausgestattet hat; das nimmt ihnen häufig die Ängste. Kaum eine Geburt verläuft schmerzfrei, doch Gott schenkt jeder Frau die Kraft für ihren Geburtsverlauf. Ich kann die Schmerzen nicht wegnehmen, aber durch eine liebevolle Betreuung und gute Geburtshilfe erleichtern.

In ca. sieben Jahren als freiberufliche Hebamme mit über siebzig Hausgeburten habe ich mir das so wichtige Hebammenhandwerk gut angeeignet. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein harmonischer Schwangerschaft-, Geburts- und Wochenbettsverlauf nicht von abgehobenen Heilmethoden abhängig ist. Wenn nötig setze ich pflanzliche Wirkstoffe (keine homöopathischen Mittel oder Bachblüten) ein.
Wir möchten interessierte Hebammen und Frauen zu einem offenen Austausch über Erfahrungen rund um die Geburt anregen. Insbesondere wollen wir über die Anwendung von alternativen Heilmethoden ins Gespräch kommen, sowie unbedenkliche „Alternativen zu den Alternativen“ geben.

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