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  Yvette Bachmann-Vonlanthen  

Aufgewachsen im katholischen Glauben hatte ich, soweit ich zurück denken kann, immer einen „Glauben“ an Gott. Erst heute erkenne ich, wie falsch dieses Gottesbild war. Gott war in meinen kindlichen Vorstellungen ein gnadenloser Richter, der stur und unnachgiebig auf Gerechtigkeit pocht und nur darauf lauert, mich bei einer Sünde zu ertappen und mich am Ende dafür jahrelang im Fegefeuer schmoren zu lassen, ehe er mir gnädig das Himmelstor öffnet und mir Einlass gewährt. Den Himmel stellte ich mir genau als das vor, was er ist: nämlich unvorstellbar schön! Dort hinein wollte ich unbedingt kommen. Dass im Himmel kein Platz für Sünder sein konnte, war mir schon als Dreikäsehoch klar. Da ich alles andere als ein braves, artiges Kind war, plagten mich oft schreckliche Vorstellungen von den Qualen der armen Seelen im Fegefeuer. Meine Mutter darauf ansprechend, wie ich denn davon verschont bleiben könnte, beteuerte mir immer wieder, es könne kein Mensch in den Himmel kommen, ohne nicht vorher im Fegefeuer für seine Sünden gebüßt zu haben, nur Heilige kämen sofort in den Himmel. Ich war keine, das war mir klar!

Nach meiner Schulzeit schickte man mich für ein Jahr in ein kath. Institut, wo die o.g. Lehren noch vertieft wurden. An JESUS, den lebendigen Sohn Gottes, dachte ich zu jener Zeit sehr wenig. Er war heilig, unerreichbar für mich! Es wäre mir n i e in den Sinn gekommen Kontakt zu IHM zu suchen.

Bis Anfang der achtziger Jahre blieb es dann auch so. Obwohl innerlich immer mehr nach dem wahren Sinn des Lebens suchend, konnte ich einfach keine Antwort darauf finden. Die Lehre der katholischen Kirche begann ich auch in Frage zu stellen. Ich las alles an wegweisenden Büchern, was mir nur einigermaßen als Ausweg vorkam, (darunter auch anthroposophische Bücher, Bücher über Reinkarnation, Nostradamus, Scientology usw. …). All das beunruhigte mich aber nur noch mehr.

In der Lebensmitte angelangt, suchte ich die Mitte des Lebens. Mir wurde klar bewusst, dass ich ein schlimmer Sünder war und so niemals vor Gott bestehen konnte. Ich hatte gegen alle 10 Gebote gesündigt, Alpträume plagten mich 10 Jahre lang immer wieder. Ich rannte von Psychiater zu Psychiater, fand aber nirgends Ruhe und Frieden für meine gequälte Seele. 1984 wurde ich von einem netten jungen Mann (den ich heimlich mehr als nur verehrte) zu einer Zeltevangelisation eingeladen. Am Freitagabend, dem vorletzten Tag der 14-tägigen Veranstaltung, ging ich hin, um eben diesen jungen Mann singen zu hören. Ich bekam aber einen ganz anderen „Gesang“ zu hören. Der Redner, Herr Pahls, sprach eben an diesem Abend genau über die Sünde, die mich so zu Boden drückte und die ich mir nie verzeihen konnte und die mich schon fast an den Rand des Wahnsinns führte. Betroffen von der Botschaft die ich hörte, fühlte ich mich noch mehr gefoltert. Von Weinkrämpfen geschüttelt, verließ ich – mitten im Vortrag – das Zelt, wo ich dann von Seelsorgehelfern getröstet und zur Seelsorge eingeladen wurde. Zum ersten Mal hörte ich dann, dass JESUS CHRISTUS auch für diese Sünde am Kreuz gestorben ist, dass ER mich lieb hat und mir vergeben will. Ich müsse IHN nur darum bitten (1. Joh. 1,9). Das hörte sich wunderbar an, aber irgendwie begriff ich es nicht. So einfach soll das sein? Jeder kann für jede Sünde Vergebung bekommen, wenn er JESUS von ganzem Herzen darum bittet? Dieser Gedanke ließ mich nicht los, bis ein kleines Büchlein zwischen die Finger kam. „Was muss ich tun, um gerettet zu werden?“ Ich wollte gerettet werden, nichts wollte ich sehnlicher, als das. Gierig las ich das Büchlein mehrmals durch. „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaus stoßen“ (Joh. 6,12). Da packte ich es richtig! Ja, HERR, ich komme zu DIR! Dankbar fiel ich auf meine Knie und bat Jesus um Vergebung meiner Sünden, indem ich das im Büchlein enthaltene Entscheidungsgebet nachsprach und mit meiner Unterschrift meine Lebensübergabe an JESUS besiegelte. Ein Wunder geschah! Schlagartig verließen mich diese schrecklichen Alpträume, ich konnte den inneren Frieden richtig spüren! Damit lebte es sich so viel besser, dass ich bei aller Freude einen entscheidenden Fehler beging. Ich hielt zu wenig Gemeinschaft mit Gott, las die Bibel nicht. (Ich dachte, dies sei ein Buch für Gelehrte und ein einfacher Mensch wie ich, begreife sie ohnehin nicht.) Aber Gottes Liebe ging mir nach, ER schickte mir eine liebe Christin, die mir das Wort GOTTES, das freie Gebet und das tägliche Danken und Fürbitten näher brachte. Sie war es dann auch, die mich darauf aufmerksam machte, dass ich mein Leben nur zu 90% an JESUS gegeben hatte, er mich aber zu 100% angenommen hatte. Im Mai 1985 bekannte ich schon am ersten Abend öffentlich bei einer Zeltevangelisation meinen HERRN und HEILAND. Ich ging nach vorne und besuchte anschließend die Seelsorge. Schrittweise durfte ich meinem HEILAND näher kommen, das Wort GOTTES verstehen und befolgen lernen.

Von einem musste Jesus mich noch befreien, nämlich von der Faszination und dem Glauben an das Phänomen der Stigmata (Wundmale Christi an manchen Heiligen der röm. kath. Kirche). Ich wollte mitleiden, mitbluten für meine eigenen Sünden und für die Sünden der ganzen Menschheit. Doch im Laufe der Zeit erkannte ich, dass nur Jesu Blut uns von aller Schuld erlösen kann; denn er war der Einzige, der hier auf der Erde gelebt hat, der ohne Sünde war. Somit musste ich davon ausgehen, dass das Erscheinen der Stigmata, ein okkultes und kein Heil bringendes Phänomen ist.

Dass JESUS mich liebt und verändert, durfte ich in manchen, teils schmerzhaften, Prozessen erleben. Gott hat mir gezeigt, wie sehr ich von IHM abhängig bin. Ohne IHN vermag ich gar nichts. Mein Lebensziel ist es, in Gottes Liebe zu bleiben, SEINEN Auftrag für mich wahrzunehmen und zu befolgen und meinen Mitmenschen zu bezeugen, dass JESUS der HEILAND der Welt ist! Gott gebe mir Weisheit, Demut und Gnade dazu.

Yvette G. Bachmann-Vonlanthen
Oberfeldstr.
CH – 4665 Oftringen
Tel: 062 791 04 82

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