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  Markus  

Mit 14 Jahren wurde ich aus religiöser Tradition heraus in der Württembergischen Landeskirche konfirmiert. Ich zweifelte nicht daran, dass es Gott gab, doch wozu ich Jesus brauchte, war mir damals nicht klar.

Mein Leben war als Jugendlicher bis zum Alter von ca. 20 Jahren von Gewalt und Schlägereien in der Hooligan-, Fußball- und Skinheadszene in Stuttgart geprägt. Dabei kam es u.a. zu Gerichtsverhandlungen, Bewährung und Jugendarrest. Auch mit meiner Mutter hatte ich zu Hause oft Streit.

Mit 21 Jahren begann ich mit der Meisterschule in meinem erlernten Handwerksberuf als Stuckateur. Ein paar Jahre später machte ich mich selbstständig, was bis heute so ist.

Im Alter von 25 bis 30 Jahren arbeitete ich an den Wochenenden in Stuttgart in verschiedenen Diskotheken als Türsteher und Rausschmeißer. Das Szenenleben mit den ganzen Partys, Frauen, Kraftsportwettkämpfen, Drogen - das ganze Spaßleben - machte mich jedoch nicht glücklich. Innerlich wurde ich immer leerer und die Sehnsucht nach Liebe und Familie, einem geborgenen Zuhause wurde immer größer. So hörte ich im Januar 1999 mit der Arbeit als Türsteher auf.

Im November 1999 heiratete ich meine Freundin, mit der ich bereits zwei Jahre zusammen lebte. Obwohl mein Wunsch nach Liebe und Familie äußerlich erfüllt zu sein schien, stellte ich mir in der darauf folgenden Zeit immer mehr die Frage nach dem Sinn des Lebens.
Dies veranlasste mich dazu, mich mit Geheimgesellschaften, Illumination, Freimaurerei, UFOs, Außerirdischen usw. zu beschäftigen. Das Suchen und Forschen führte mich ganz still und heimlich in die Esoterik. Erstmals besuchte ich eine Esoterikmesse. Dort sagte eine ältere Frau zu mir: „Die Esoterik ist nichts anderes, als ein Glaube an Gott, außerhalb der Kirchen." Diese Ansicht gefiel mir sehr gut, denn an Gott glauben und auch als ehrlicher, netter und korrekter Mensch leben, wollte ich ja gerne. Aber mit der Kirche wollte ich nichts zu tun haben.

So beschäftigte ich mich immer mehr mit esoterischen Themen wie Reiki (für meine Rückenschmerzen und die Schuppenflechte), Auralesen, Tachionenenergie, Horusenergie, Pyramiden, Reinkarnation, Heilsteine, Bachblüten, Essenzen aller Art usw. Ich las viele Bücher, hörte CDs und schaute diverse Videos an.

Auch arbeitete ich viel mit dem Buch über die aufgestiegenen Meister. Dieses Buch stellt Jesus als einen Geist oder Hohen Meister Namens „Sananda“ dar. Die esoterischen Lehren vermittelten mir, dass der Mensch göttlich sei und ich nur meine eigene Göttlichkeit entfalten müsse. Ich erinnere mich heute noch gut an einen Satz des genannten Buches: „Ich bin im Göttlichen - das Göttliche ist in mir - ich und das Göttliche sind eins."

Und so wollte ich mit göttlicher, kosmischer Energie verbunden sein, von Lichtwesen der Liebe geführt werden und weiße Magie ausüben. Ich versprach mir dadurch ein sinnvolles und friedliches Leben und erhoffte mir Heilung von Schuppenflechte, Rauschsucht, Unzucht, Zigarettenrauchen usw., was jedoch nicht geschah. Ich kam wie in einer Spirale nach unten immer tiefer in Verbindung mit alternativen u. okkulten Heilpraktiken. Zu Beginn hatte ich meist eine kurze Verbesserung und dann waren die alten Probleme wieder da.

Im April 2002 wurde mein Sohn geboren und im Mai 2003 meine Tochter. Jeden Abend betete ich am Bett meiner Kinder und stellte mir vor, sie in Licht und Liebe einzuhüllen oder sie mit einer Kugel aus Kristall zu umgeben (Kristall sollte z.B. negative Energien abhalten). Ich bat auch darum, dass sie von ihren Schutzengeln und Erzengeln bewahrt werden sollten.

Im Sommer 2003 fand für mich das erste, mir bewusste Eingreifen Gottes/Jesu Christi statt, was ich im Nachhinein als seine Rettungsaktion deute. In meinem Handy hatte ich nur eine einzige Nummer meiner früheren Türsteher-Kollegen nicht gelöscht, nämlich die von Kornelius. Ich rief ihn an. Er hatte als 18 bis 20 jähriger mit mir in der Disko gearbeitet. Kornelius bezeugte damals allen offen seinen Glauben an Jesus, was ich gut und nett fand, mich aber nicht interessierte. Er war Sohn eines Pastors und hatte mittlerweile Theologie studiert und den christlichen Motorradfahrer-Club der ´Holy Riders´ in Deutschland gegründet. Als ich ihn anrief und ihm meinen Wohnort mitteilte, staunte ich nicht schlecht, als er mich zum Gottesdienst einlud, den er bei mir im Ort in einer kleinen Baptistengemeinde halten wollte. Ich nahm seine Einladung an. Seine Predigt gefiel mir. Anschließend schenkte er mir eine Biker-Bibel.

Die zweite, mir heute bewusste Rettungsaktion, die Gott/Jesus für mich startete, war Ostern 2007, nach einem Besuch bei meiner Schwester und meinem Schwager. Nach einem Streit innerhalb der Familie fuhr ich am Karfreitag ohne meine Frau und die Kinder ca. 650 km nach Hause. In diesem sehr aufgewühlten Zustand rief ich auf der Heimfahrt immer wieder meine geistigen Führer an und bat sie mir zu zeigen, was ich über die Osterfeiertage alleine machen sollte. Irgendwann entschloss ich mich, die Biker-Bibel zu lesen und zu fasten, sowie Telefon- und Hausklingel auszuschalten.

Beim Lesen des gesamten Neuen Testaments verliebte ich mich in diesen Jesus. Ich wollte mit ihm leben. Der Fehler, den ich an diesem Ostermontag machte, war, dass ich Jesus mit dem Okkulten vermischte. Ich nahm das Buch der 56 aufgestiegenen Meister, das von Jesus als den Meisterlehrer der Liebe spricht und der nach seinem Tod das höhere Lichtwesen Sananda geworden sein soll. Jesus wird in dem Buch nicht als Gottes Sohn (der einzige Mensch gewordene Gott), sondern als ein Sohn Gottes (von vielen) dargestellt, der sich vom Menschen zum göttlichen Wesen hochgearbeitet hat. Mit diesem sollte ich mich durch ein beschriebenes Gebetsritual verbinden und mich reinigen, indem ich alle meine schlechten Taten aufschrieb und anschließend das Papier verbrannte. Das Ganze dauerte ca. 5-6 Stunden. Auf diese Art und Weise meinte ich, zu Jesus zu gehören und gereinigt zu sein.

Dies alles schien jedoch nicht wirklich zu helfen, denn meine Ehe zerbrach irgendwann. Erst Jahre später erkannte ich während eines Seminars mit Martin und Elke Kamphuis, dass der esoterische Jesus (Sananda) nicht mit dem Jesus der Bibel identisch ist. Er hatte mich durch das Ritual an sich als Geistwesen gebunden und mich gelehrt, ich könne mich selbst reinigen. Ich meinte Christ zu sein, ließ mich taufen, war mir aber nicht bewusst, dass ich für die Befreiung meiner Schuld das Erlösungswerk Jesu am Kreuz brauchte. Als mir deutlich wurde, dass ich bei meiner Bekehrung Jesus mit dem Okkulten "Sananda" vermischt hatte, betete ich mit Martin darüber, tat Buße und wurde befreit.

Gott führte mich in seiner Gnade Schritt für Schritt aus meinen Irrwegen in die Wahrheit. So ließ er mich z.B. beim Bibellesen erkennen, dass ich nicht die Engel anbeten sollte, wie ich es in der Esoterik gewöhnt war, sondern nur Gott und Jesus.

Auch war mir nie bewusst, dass für eine wirkliche Gottesbeziehung eine geistige Wiedergeburt notwendig ist. Das entdeckte ich erst beim Besuch eines einwöchigen Bibel–Seelsorgeseminars. Bis dahin war mein Christsein oft sehr anstrengend und auf eigene Kraft aufgebaut. Ich meinte immer noch, ich müsse mich, wie in der Esoterik, zu Gott hocharbeiten. In dem Bibelseminar wurde mir meine Verlorenheit vor Gott bewusst und dass mein Leben mit Jesus nicht von meiner Leistung und meinen guten Taten abhängt, sondern von meiner persönlichen Annahme Seines Erlösungswerks am Kreuz. Und so gab ich Jesus zu 100% alle, aber auch wirklich alle Bereiche meines Lebens ab, dass ER alleiniger Herrscher in meinem Leben sein soll.

„Nicht mehr ich lebe, sondern Christo lebt in mir“ (Gal. 2,20). Halleluja! Ab da war mein Christsein nicht mehr von kraftanstrengenden Aktivitäten geprägt. Jesus gibt mir einen inneren Frieden, Ruhe und eine Liebe für meine Mitmenschen, die stetig wächst. Auch von der Schuppenflechte, Rauschsucht, Unzucht und vom Zigarettenrauchen hat Jesus mich geheilt. Auch wenn ich hin und wieder falle, weiß ich, er vergibt mir, wenn ich ihm meine Taten bekenne und richtet mich wieder auf. Ich erlebe Gnade um Gnade, die Gott mir in Jesus schenkt.

Ich kann nur jedem Menschen empfehlen, Jesus zu vertrauen und Jesus sein ganzes Leben abzugeben. Jesus ist der beste Arzt und Heiler. So bin ich heute Gott dankbar, dass ich Patient von Jesus sein darf.

Markus

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