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Nikolas Busse
Entmachtung des Westens - Die neue Ordnung der Welt

Die Finanzkrise erschüttert die Welt, Russland kehrt im Kaukasus und anderswo zu Großmachtallüren zurück, China wächst zu einem Wirtschaftsriesen heran, Indien legt sich Atomwaffen zu.

Das sind epochale Veränderungen, aber die Europäer tun sich schwer, sie zu verstehen. Auf die Industrialisierung Asiens reagieren sie mit Debatten über Wohlstandseinbußen, auf neue Kriege mit moralischer Entrüstung.

Nikolas Busse, Korrespondent der FAZ in Brüssel, beobachtet gerade in Deutschland ein von wirtschaftlichen Ängsten geprägtes Klima, das der politischen Dynamik des Weltgeschehens in keiner Weise gerecht wird. Die Umbrüche unserer Zeit gehen weit über die Verlagerung von Arbeitsplätzen hinaus. In Asien, aber auch in Lateinamerika, entstehen neue Machtzentren, die der jahrhundertelangen Dominanz des Westens in der Weltpolitik ein Ende setzen. Überzeugend beschreibt Busse, wie die Großmächte China, Indien und Russland, aber auch Japan, die Asean-Staaten oder Brasilien ihren Platz im internationalen Geschehen einfordern und beginnen, Amerika und Europa auf zentralen Feldern Konkurrenz zu machen: Sie rüsten auf, verschaffen sich Zugang zu strategisch wichtigen Rohstoffen und Märkten, stellen die westliche Agenda vom Klimaschutz bis zu den Menschenrechten in Frage.

Die Antwort darauf, das macht Busse deutlich, kann nicht der Rückzug in die Wagenburg sein. Der Westen muss für seine Interessen und Werte kämpfen, notfalls mit militärischer Gewalt. Vor allem Europa muss seine Stimme und sein Gewicht stärker ins neue Weltkonzert einbringen.

In einer Zeit, in der die Spielregeln der Weltpolitik neu geschrieben werden, ist Busses Plädoyer für ein offensives, selbstbewusstes Agieren der westlichen Gemeinschaft von höchster Aktualität.

Gebundene Ausgabe, 304 Seiten

 

Preis: 7,95 EUR

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